Nathan Nathan

Ein Theater-Rechercheprojekt im Rahmen der interreligiösen Kulturtage „Offenbar“ der Stadt Esslingen


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PROJEKT
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Eine Stadt, drei Religionen und die Suche nach Wahrheit. Welche Wahrheit? Und: Wessen Wahrheit?
Für zwei Abende sich die Villa Merkel zurück in das, was sie einmal war: Wohnhaus eines angesehenen Bürgers der Stadt. Nur ist nicht der Fabrikant Oskar Merkel gemeint, sondern der weise Jerusalemer Jude Nathan. Als Händler im Zwiespalt einer Stadt im Krieg, wurde er in Lessings Aufklärungsstück „Nathan der Weise“ berühmt und ist seither zu allen Zeiten Stellvertreter des Plädoyers für ein friedliches Nebeneinander der Menschen, die alle an einen Gott glauben.

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Offenbar – Interreligiöse Kulturtage Esslingen am Neckar – wurde in Anlehnung an Gotthold Ephraim Lessings Drama „Nathan der Weise“ unter der Regie von Sabrina Glas mit dem freien Theaterensemble SpielZeugen eine Inszenierung in Form einer Collage mit Schauspielern, Tänzern, dem Komponisten Simon Detel, dem Videokünstler Marc Engenhardt und der Dramaturgin Sandra Bringer entwickelt.

Im Szenario dieser „theatralen Recherche“ sind drei Forscher zu Gast in der Stadt und suchen den weisen Nathan auf, doch was sie vorfinden, ist ein verlassenes Haus: „Ein Haus, das brannte, und wäre leicht von Grund auf abgebrannt“, wie es bei Lessing heißt. Doch es steht und birgt Fundstücke, die der abwesende Herr Nathan nachfolgenden Generationen hinterlassen hat: Zeugnisse von Spaziergängen durch die Stadt, Begegnungen mit Gläubigen aller drei abrahamitischen Religionen und den Keim einer Störung, die die zunächst neutralen Forscher mehr und mehr hineinzieht in einen Strudel dessen, der nicht vor Angriffen gefeit ist und sei es wegen des größten Guts: Die Liebe. Wer sich nahe steht, versucht sich zu unterscheiden, versucht sich abzugrenzen, gerät in Streit. Es liegt an uns allen, diesen (Wett-)Streit fruchtbar zu halten.

Im Vorfeld des Theaterprojektes wurde Material für die Text-und Videoarbeit im Kontakt mit Esslinger Gläubigen aller drei monotheistischen Religionen gesucht. Im Austausch und in gemeinsamen Gesprächen mit der jüdischen Gemeinde, der DITIP-Moschee und Fatih-Moschee, der Griechisch-Orthodoxen Kirche sowie der evangelischen und katholischen Gemeinde entstand das Text- und Videomaterial für diese Neubearbeitung des Dramas.

 

BESETZUNG

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Text & Spiel:
Forscher 1 ◍ Roman Hemetsberger
Forscher 2 ◍ Renate Regel
Forscher 3 ◍ Magdalena Scharler


Tanz ◍ Maria Ionnidou, Iman Golemohammad, Mohammad Reza Golemohammad,Ariel Terceros sowie Maria Patsiavouridou, Sonja Ismail Mahmoud, Cathlin Kissling

Text & Regie ◍  Sabrina Glas

Text & Dramaturgie ◍ Sandra Bringer

Choreografie ◍ Mohammad Reza Golemohammad

Video ◍ Marc Engenhart

Komposition ◍ Simon Detel

Technische Leitung ◍ Michael Euen

Regieassistenz ◍ Isabel Delakowitz

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